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Radschrauben: Kegelbund, Kugelbund & Anzugsmoment

Radschrauben halten das Rad – aber nur, wenn Sitzform, Gewinde und Länge zur Felge passen. Falsche Schrauben gehören zu den häufigsten Fehlern beim Felgenwechsel.

Kegelbund 60°, Kugelbund, FlachbundKegelbund 60°KugelbundFlachbund
Die drei üblichen Sitzformen von Radschrauben

Sitzform: Kegel, Kugel oder flach

  • Kegelbund 60° – Standard bei den meisten Zubehörfelgen.
  • Kugelbund (Radius) – häufig bei Originalfelgen, z. B. vieler deutscher Hersteller.
  • Flachbund – mit Druckscheibe, z. B. bei manchen Originalfelgen japanischer Hersteller.

Gewinde und Länge

Das Gewinde (z. B. M14×1,5) ist fahrzeugabhängig und steht im Felgengutachten. Die Länge wird unter dem Kopf gemessen (Schaftlänge). Sie muss die nötige Einschraubtiefe erreichen, darf aber nicht in der Nabe anstehen.

Einschraubtiefe ≥ 1 × Gewindedurchmesser (Richtwert)
M12 → ≥ 12 mm · M14 → ≥ 14 mm

Richtig anziehen

  1. Rad mit Montagehilfe (Zentrierbolzen) aufsetzen, Schrauben von Hand eindrehen.
  2. Über Kreuz vorziehen, Auto ablassen.
  3. Mit Drehmomentschlüssel über Kreuz auf Herstellerwert anziehen – typisch 110–140 Nm bei Pkw.
  4. Nach 50–100 km nachziehen.

Direkt ausprobieren: Werte im Rechner eingeben und live sehen, was sich ändert.

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Allgemeine Informationen ohne Gewähr – keine Rechtsberatung. Maßgeblich sind die Fahrzeugpapiere, Gutachten und der Prüfer.

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